Kreisverband Wesermarsch
der Wasser- und Bodenverbände

Braker Sielacht

Zahlen und Fakten

  • Verbandsvorsteher:
           Dirk Harms-Herrmann
  • Größe: 14.400 ha
  • Landwirdschaftliche Fläche: 12.670 ha
  • Mitglieder: 7.600
  • Gewässer II. Ordnung: 164 km
  • Gewässer III. Ordnung: 150 km
  • Schöpfwerke: 18
  • Siele: 2
  • Mündungsschöpfwerke: 2
  • Wirtschaftswege: 4,1 km

Gründung

Am 24.05.1961 wurde durch Umgestaltungsverfügung des Präsidenten des Niedersächsischen Verwaltungsbezirkes der damalige "Entwässerungsverband Brake" gegründet. Dieser wurde gegründet durch den Zusammenschluss der vier Verbände

  • Unterhaltungsverband Brake
    (am 07.07.1960 gegründet mit der Aufgabe Gewässer II. Ordnung zu bauen und zu unterhalten)
  • Käseburger Sielacht (rd. 7.100 ha)
  • Braker Sielacht (rd. 6.600 ha)
  • Klippkanner Sielacht (rd. 700 ha)

Seit 1966 heißt der Verband wieder Braker Sielacht.


Organisation

Die Braker Sielacht dient dem öffentlichen Interesse und dem Nutzen ihrer Mitglieder. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts im Sinne des Wasserverbandsgesetzes (WVG).

Gemäß Niedersächsischem Wassergesetz (NWG) ist die Braker Sielacht ein anerkannter Unterhaltungsverband. Ihre Organe sind der Verbandsvorsteher – der den Verband gerichtlich und außergerichtlich vertritt, der Vorstand und der Verbandsausschuss.


Mitglieder

Die Braker Sielacht hat ca. 7.600 Mitglieder, die kraft Gesetzes als Eigentümer, Erbbauberechtigte oder sonstige Nutzungsberechtigte von Grundstücken innerhalb des Verbandsgebietes automatisch Mitglied der Sielacht sind.


Verwaltung

Die Verwaltungs- und Kassenangelegenheiten des Verbandes werden von der Geschäftsstelle des Kreisverbandes Wesermarsch der Wasser- und Bodenverbände mit Sitz in Brake (Unterweser) durchgeführt, nachdem dieser von der Braker Sielacht damit beauftragt wurde.


Der Verband

Das Verbandsgebiet der Braker Sielacht grenzt im Norden an die Stadlander Sielacht, im Westen an den Entwässerungsverband Jade und im Süden an die Moorriem-Ohmsteder Sielacht. Die Deichlinie entlang der Weser bildet die östliche Grenze. Die höchsten Punkte des Verbandsgebietes mit Geländehöhen von rd. NN +3,00 m liegen in den nicht abgetorften Hochmoorflächen in den Gebieten Rüdershausen und Großenmeer-Altendorf. In den Niedermoorgebieten Niederort-Sandfeld fällt das Gelände auf rd. NN -1,50 m ab.
Das gesamte Verbandsgebiet befindet sich im Tidebereich. Durch den Landesschutzdeich wird das Gebiet gegen Überschwemmungen geschützt. Zuständig für die Deichunterhaltung mit den dazugehörigen Aufgaben ist der ebenfalls in der Geschäftsstelle ansässige II. Oldenburgische Deichband.
Die Entwässerung erfolgt über zwei Hauptvorfluter: Dem Käseburger Sieltief mit einer Länge von fast 16 km im südlichen Gebiet der Braker Sielacht und dem Braker Sieltief mit einer Länge von ca. 8,5 km im nördlichen Verbandsgebiet. Die Vorflutverhältnisse erfordern eine künstliche Entwässerung fast aller Teilgebiete innerhalb der Sielacht. Auf Grund der schwierigen topografischen Verhältnisse betreibt die Sielacht im Verhältnis zur Verbandsgebietsgröße sehr viele Unterschöpfwerke – insgesamt 18 Zubringerschöpfwerke mit 30 Pumpen und einer Gesamtpumpleistung von ca. 21.200 Liter pro Sekunde, somit ca. 21 m³/Sek. Wenn außerhalb des Niedrigwassers in der Weser kein freier Abfluss des Wassers (Freiflut) möglich ist können die beiden Mündungsschöpfwerke in Brake (3 Pumpen) und Käseburg (2 Pumpen) bis zu einem gewissen Außenwasserstand bis zu 24 m³/Sek aus dem Verbandsgebiet pumpen.
Im Verbandsgebiet befinden sich 164 km II. Ordnung (= Gewässer mit überörtlicher Bedeutung) und 150 km II. Ordnung (= Gewässer mit einem Einzugsgebiet unter 50 ha) die von der Braker Sielacht unterhalten und aufgereinigt werden.