Kreisverband Wesermarsch
der Wasser- und Bodenverbände

Entwässerungsverband Butjadingen

Zahlen und Fakten

  • Verbandsvorsteher: Dieter Hülstede
  • Verbandstechniker:
           Dirk Uffmann (Tel. 0172/5118346)
  • Gründungsjahr: 1962
  • Größe: 23.150 ha
  • Landwirdschaftliche Fläche: 18.950 ha
  • Mitglieder: 12.200
  • Gewässer II. Ordnung: 255 km
  • Gewässer III. Ordnung: 52 km
  • Schöpfwerke: 11
  • Siele: 6
  • Mündungsschöpfwerke: 1

Downloads

Gründung

Der Entwässerungsverband Butjadingen wurde im Jahr 1962 gegründet.
Er wurde aus der Butjadinger und Abbehauser Sielacht, der Utergadinger Pumpacht sowie dem Butjadinger Zuwässerungsverband und dem Unterhaltungsverband Butjadingen gebildet.
Im Jahr 1964 wurden noch die Esenshammer Sielacht und die Morgenländer Pumpacht angegliedert.


Verbandsgebiet

Die Größe des Entwässerungsverbandes Butjadingen erstreckt sich über 23.150 ha. Das Verbandsgebiet umfasst die politische Gemeinde Butjadingen, die Stadt Nordenham und den nördlichen Teil der Gemeinde Stadland.


Mitglieder

Der Entwässerungsverband Butjadingen hat ca. 12.200 Mitglieder.
Kraft Gesetzes sind alle Eigner von Grundstücken, welche sich innerhalb des Verbandsgebietes befinden, automatisch Mitglied im Entwässerungsverband Butjadingen.


Organisation

Laut der Satzung des Entwässerungsverbandes Butjadingen ist ein Ausschuss und ein Vorstand zu bilden. Der Ausschuss besteht aus 12 Ausschussmitgliedern, welche von den Grundstückseigentümern (Mitgliedern) wahlbezirksweise gewählt werden. Vom Verbandsausschuss werden dann 6 Vorstandsmitglieder gewählt, wobei 1 Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden (Verbandsvorsteher) und 1 Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Verbandsvorsteher gewählt wird. Die Amtszeit der zuvor genannten Gremien beträgt 5 Jahre.

Um eine stätige Aufgabenerfüllung zu gewährleisten, hat der Entwässerungsverband Butjadingen einen Verbandstechniker und mehrere Sielwärter eingestellt. Auch verfügt der Verband über einen eigenen Bauhof samt Personal in Stollhamm. Weiterhin hat der Verband 22 Schaubeauftragte (Geschworene) bestellt, denen die Kontrolle der gesamten Wasserzüge und der Anlagen obliegt.


Verwaltung

Mit der Durchführung der Verwaltungs- und Kassenangelegenheiten wurde die Geschäftsstelle des Kreisverbandes Wesermarsch der Wasser- und Bodenverbände in Brake beauftragt.


Aufgaben

Zu den wesentlichen Aufgaben des Entwässerungsverbandes Butjadingen gehört die Unterhaltung der Verbandsgewässer nebst Anlagen. Innerhalb des Verbandsgebietes sind 255 km Gewässer II. Ordnung und ca. 260 km III. Ordnung durch den Verband zu unterhalten. Den Verbandsmitgliedern selbst obliegt die Unterhaltung der übrigen Gewässer III. Ordnung, welche eine Gesamtlänge von ca. 1.500 km ausmachen.

Bei hohen Niederschlägen erfolgt die schadlose Abführung des anfallenden Oberflächenwassers durch den Verband. Das Niederschlagswasser wird über das Gewässernetz sowie durch die vorhandenen Zubringerschöpfwerke abgeleitet. Dadurch wird auch eine Überflutung der niedrigeren im Verbandsgebiet liegenden Flächen verhindert.

In den Sommermonaten und bei Trockenheit wird durch das Beckumer Siel Wasser in das Gewässernetz geleitet. Die sog. Zuwässerung dient als Tränkemöglichkeit für das Vieh und ist auch aus ökologischer Sicht erforderlich.

Alle erforderlichen Unterhaltungsarbeiten, wie Gewässeraufreinigung etc. werden unter Berücksichtigung der natur- und umweltschutzrechtlichen Belange vorgenommen.


Anlagen

Neben den 6 vorhandenen Sielbauwerken in Eckwardersiel, Fedderwardersiel, Blexersiel, Flagbalgersiel, Großensiel und Beckumersiel sorgt auch das Mündungsschöpfwerk in Großensiel für einen möglichst raschen Wasserabfluss. Das Mündungsschöpfwerk Großensiel verfügt über 2 Pumpen, welche pro Sekunde 14 m³ Wasser in die Weser befördern können.
Darüber hinaus verfügt der Entwässerungsverband Butjadingen über 11 Schöpfwerke in Utergadingen, Seefeld, Norderahn, Hünschen, Osterhausen, Hayenschloot, Stollhamm, Burhave, Waddens, Blexerwisch und Flagbalgersiel.


Besonderes

Das gesamte Verbandsgebiet würde zweimal am Tag von der Nordsee überflutet, wenn keine Deiche mehr vorhanden wären, denn das mittlere Tidenhochwasser läuft in der Weser bei Beckumersiel auf einen Stand von 1,90 + NN (Normalnull) auf. Auch gab es im letzten Jahrhundert in Butjadingen noch Malaria Fälle. Erst durch den Bau des Butjadinger Zu- und Entwässerungskanals und der damit verbundenen Ent- und Zuwässerung wurde dieser schweren Krankheit Einhalt geboten.